Die Mutti in mir!

Der Teufel liegt auf dem Sofa und lacht!

Es ist wieder soweit. Ich sitze zu Hause am Esstisch. Nicht um zu essen, das habe ich aufgegeben. Nein, um zu unterrichten und parallel meiner Tochter Deutsch und Mathe beizubringen. Ich bin nämlich Lehrerin. Nur leider keine Grundschullehrerin – und genau da liegt der Teufel lachend auf dem Sofa. Ich unterrichte meine Azubis im Distanzunterricht, weil wir dank Corona unsere Schule vorsorglich ins traute Heim verlagert haben. Und ich unterrichte meine Tochter. Wieso? Nun ja – Quarantäne – weil es drei Corona-Fälle (das sind drei 9 jährige Kinder) in der Klasse gab. Die Politik fand es nämlich ganz lustig, die Schulen so lange offen zu lassen, bis die natürliche Durchseuchung (was für ein interessanter Begriff… Ihr erinnert euch? Es geht um Kinder…) abgeschlossen ist. Das funktioniert irgendwie nur so semi (mein Lieblingswort) und so sitze ich mal wieder an meinem Schreibtisch und versuche, alle meine freiwilligen und unfreiwilligen Rollen bestmöglich zu erfüllen. Und ich lasse den Teufel auf meinem Sofa lachen. Morgen Nachmittag habe ich die zwei Wochen überlebt. Dann werfe ich mich aufs Sofa und den Teufel von eben diesem runter, zeige ihm beide Stinkefinger und singe laut „I’m a survivor!“ Ja ja, die liebe Beyonce – aber das ist ein anderes Thema!